PerspektivenWechselWirkung SPEZIAL | 6.11.26, 10-11 Uhr | online

Die sogenannte Künstliche Intelligenz beeindruckt – aber sie ist nicht neutral: Sie lernt aus Daten, die gesellschaftliche Machtverhältnisse und Vorurteile widerspiegeln können. In dieser Stunde schauen wir kritisch auf die Technologie, die unsere Zukunft mitprägt, und diskutieren, warum es Zeit ist, nicht nur zu fragen, was KI kann, sondern auch, auf wessen Kosten sie arbeitet.


Ein besonderer Gast – eine besondere Gelegenheit: Dr.in Eva Gengler

Sie ist promovierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlerin, Wirtschaftsinformatikerin und eine vielfach ausgezeichnete, sehr gefragte Speakerin zu den Themen KI, Machtstrukturen und Intersektionalität.

Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist sie Mitbegründerin der Initiative feminist AI sowie Co-Founderin und Geschäftsführerin der Organisationsberatung enableYou.


Die Begegnung und das Gespräch mit ihr haben üblicherweise einen hohen Preis. Dass sie zugesagt hat, unsererem Austausch in der Onlinestunde PerspektivenWechselWirkung einen Impulsbeitrag zum Thema „Können Maschinen ungerecht denken?“ und zu ihrem neuen Buch Feministische KI zu schenken, ist deshalb außergewöhnlich und sehr kostbar: eine einmalige Gelegenheit, sie & ihr Thema & ihr Buch aus erster Hand kennenzulernen.

Schaltet Euch also zahlreich dazu, wir freuen uns auf Sie & Euch – und bitte die Einladung auch gerne in den eigenen Netzwerken bzw. an andere (KI-)Interessierte weiterleiten!

+ + + + +

PerspektivenWechselWirkung: Mit wechselnden Themen-Schwerpunkten bieten wir ein festes knackiges Angebot, das dazu beitragen möchte, netzwerkübergreifenden Austausch mit feministischen Impulsen zu fördern und zu stärken.

+++ Impuls +++ Austausch +++ Tipps & Links +++

DIREKT-LINK FÜR DIE TEILNAHME:
https://us02web.zoom.us/j/84436807287

LUA jetzt auch in MV

Die Liga für unbezahlte Arbeit (LUA) ist die erste zentrale Interessenvertretung für alle, die familiäre Care-Arbeit leisten (Auszug LUA-Website). Als Carewerkschaft kämpft LUA für sie – und für einen Systemwandel. Nun auch mit einer Community in MV.

+ + + Herzliche Einladung zur Teilnahme am ersten Treffen in Mecklenburg-Vorpommern! + + +


„Kümmern, kochen, putzen, trösten: Die Hälfte aller Menschen zwischen 25 und 65 Jahren trägt Fürsorgeverantwortung. Eltern, pflegende Angehörige und familiär Sorgearbeitende halten unsere Gesellschaft am Laufen. Doch ihr Beitrag wird nicht ausreichend anerkannt und geschützt.“ (Auszug LUA-Website)

Wie nötig die soziale und wirtschaftliche Wert-Schätzung aber ist, wissen wir seit Jahrzehnten (Riane Eisler, The Real Wealth of Nations, dt.: Die verkannten Grundlagen der Ökonomie | Wege zu einer Caring Economy).

Aktuell auf den Punkt gebracht hat dies gerade auch noch einmal die Politökonomin Feline Tecklenburg in ihrem jüngst erschienenen wichtigen Buch Das Wir in Wirtschaft | Wer Care-Arbeit aufwertet, sichert Wohlstand und Demokratie:

„Für viele fühlt sich der Feierabend an wie eine zweite Schicht. Und dann reicht das Geld nicht. Während andere mit Finanzgeschäften Millionen verdienen, bleibt denen, die Care-Arbeit leisten, kaum etwas zum Leben. Aber Burnout gilt als persönliches Versagen und Altersarmut als individuelles Pech.

Das ist kein Zufall, das ist Politik. Care-Arbeit ist das unsichtbare Fundament unserer Wirtschaft, und wer sie verrichtet, wird systematisch ausgebeutet. Dieses Buch macht Schluss mit dem Gefühl, selbst schuld zu sein. Denn was politisch geschaffen wurde, lässt sich politisch ändern.“


Dem Treffen in Schwerin und in vielen weiteren – auch neuen – lokalen Communities wünsche ich von Herzen eine stetig wachsende Zahl an Interessierten und Engagierten sowie einen grandiosen Erfolg für ihre Petition „Care ins Grundgesetz!“ (gleich mitzeichnen)!

Vertiefende Infos zur Carewerkschaft LUA