PerspektivenWechselWirkung | 9.10.26, 10-11 Uhr | online

Wer emotional wird, verliert die Kontrolle – oder gewinnt Macht? Das hängt ganz davon ab, wer da emotional wird …

Seine Wut: Stärke. Seine Tränen: Sensibilität. Ihre Wut: Hysterie. Ihre Tränen: Weinerlichkeit.

Warum bewerten wir ein und dieselbe Emotion so unterschiedlich – je nachdem, ob sie ein Mann oder eine Frau zeigt?

Und wer profitiert davon, dass auch im 21. Jahrhundert noch immer so hartnäckig an den Klischees festgehalten wird?

In unserer nächsten Online-Stunde

  • beleuchten wir die Klischees vom „verstandesgeleiteten Mann“ und der „gefühlsgesteuerten Frau“;
  • tauschen wir Wissen und Erfahrungen darüber aus, wann und wie Emotionen zum politischen, sozialen und persönlichen Machtinstrument werden;
  • leiten wir Erkenntnisse und Anregungen für unseren beruflichen und privaten Alltag ab.

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PerspektivenWechselWirkung: Mit wechselnden Themen-Schwerpunkten bieten wir ein festes knackiges Angebot, das dazu beitragen möchte, netzwerkübergreifenden Austausch mit feministischen Impulsen zu fördern und zu stärken.

+++ Impuls +++ Austausch +++ Tipps & Links +++

DIREKT-LINK FÜR DIE TEILNAHME:
https://us02web.zoom.us/j/84436807287

Hedwig Dohm: 195 Jahre alt, aber kein bisschen verstaubt

Morgen – am 20. September 2026 – jährt sich zum 195. Mal der Geburtstag Hedwig Dohms, einer der bekanntesten und gefürchtetsten Journalist*innen und Schriftsteller*innen ihrer Zeit. Ihre scharfe Analyse der patriarchalen deutschen Gesellschaft ist bis heute erstaunlich aktuell. Und damit auch eine gute Richtschnur für den morgigen Wahlsonntag.

Foto li.: Andreas Praefcke – Selbst fotografiert, Gemeinfrei, Link | Foto re.: Gemeinfrei, Link

Früh erkannte und benannte sie, was bis heute gern verschleiert wird: Ungleiche bzw. ungerechte Lebensbedingungen zwischen den Geschlechtern werden als „Natur“ getarnt und beworben, als „Tradition“ oder als „freie Entscheidung“.

Und die Argumente, mit denen Frauen am Ende doch immer noch aus wesentlichen gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen gehalten werden, wechseln zwar ihre Sprache, aber selten ihre Logik.

Hedwig Dohm durchschaute diese Logik. Sie nahm sie auseinander – radikal, analytisch und mit einer beißenden Satire, die noch immer trifft.

Und just an ihrem 195. Geburtstag ist Dohms Analyse keine historische Fußnote, sondern ein höchst gegenwärtiger Denkanstoß:

Denn morgen, am 20. September, werden in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern unter großer medialer Aufmerksamkeit an einem wichtigen Punkt unserer demokratischen Entwicklung neue Volksvertretungen gewählt. Es wird also über politische Mehrheiten entschieden – und damit auch darüber, welche Vorstellungen von Freiheit, Gleichberechtigung und gesellschaftlicher Ordnung politische Macht bekommen.

Also: Augen auf beim Kreuzchen-Setzen. Nicht nur morgen. Denn wer wählt, gibt nicht nur die eigene Stimme ab. Sondern Macht.

Falleció pionero de las energías renovables en Cuba

„Los combustibles fósiles y nucleares provocan una piromanía global. Las energías renovables son el extintor.“ Cita de Hermann Scheer (1944-2010), pionero alemán de las energías renovables, fundador de EUROSOLAR y ganador del Premio Nobel Alternativo

Con Luis y Ricardo Bérriz en Habana (Foto: En Buenas Manos e. V., 2010)

Con gran pesar me enteré del fallecimiento de Luis Bérriz Pérez, pionero de la energía solar en Cuba y fundador de la primera Organización No Gubernamental cubana, CUBASOLAR- una persona a quien tenía un gran aprecio y por quien sentía una profunda gratitud.

Luis fue una de las primeras personas en guiar e inspirarme al inicio de mi trabajo en el ámbito de los ciclos locales y regionales sostenibles en Cuba. Su manera sabia de combinar convicción, conocimientos prácticos y energía personal me impresionó profundamente.

„Falleció pionero de las energías renovables en Cuba“ weiterlesen

Online-Workshop „Frauen. Männer. Zusammen. In Zukunft anders?“ | 6.10.26, 14-17 Uhr

Der Workshop ist eine Veranstaltung der Über.Morgen gGmbH in Kooperation mit dem Ökohaus Rostock und findet unter dem Dach von weltwechsel 2026 statt.
Er ist zudem ein Beitrag zu den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit 2026 des Gemeinschaftswerks Nachhaltigkeit und als Fortbildung für Lehrkräfte anerkannt.

Frauen* und Männer*: Sie sind die zwei (statistischen) Hälften der Gesellschaft und laut Grundgesetz gleichberechtigt – und doch sind sie noch lange keine Partner*innen auf Augenhöhe.

Individuelle und strukturelle Gewalt gegen Frauen* und ein schwer erschüttertes Vertrauen in Männer* im intimsten Lebensbereich werfen eine unbequeme, aber dringend zu klärende Frage auf: Wie wollen wir eigentlich in Zukunft miteinander leben?

Da lohnt sich ein Blick in Kulturen, die Beziehungen, Familie, Arbeit und Gemeinschaft anders organisiert haben.

Im Online-Workshop „Frauen. Männer. Zusammen. In Zukunft anders?“ lassen wir uns von kurzen Videoclips inspirieren, entdecken überraschende Alternativen und entwickeln mit der Methode Backcasting eigene Zukunftsbilder sowie die Schritte zu deren Umsetzung.

Unser Ziel?

  • Nicht nur reden über Veränderung.
  • Sondern vom gewünschten Morgen konkret zurückdenken: Was müssen wir dann heute anders machen? In Beziehungen. Im Beruf. Im Alltag.

Frauen* und Männer* gemeinsam. Auf Augenhöhe. Verbündet für eine neue Zukunft.

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Veranstalterin: Über.Morgen gGmbH – Gemeinschaft für Beratung, Bildung und Zukunftsprozesse in Kooperation mit dem Ökohaus e. V. Rostock

Rahmen: weltwechsel 2026

Teil der: Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit 2026 des Gemeinschaftswerks Nachhaltigkeit

ANMELDUNG:
https://www.uebermorgen.info/anmeldung/

PerspektivenWechselWirkung | 4.9.26, 10-11 Uhr | online

Wenn in den kommenden Wochen in mehreren Bundesländern gewählt wird, richtet sich die Aufmerksamkeit vor allem auf Zahlen, Mehrheiten und Wahlergebnisse. Doch Demokratie und Zukunftsgestaltung finden nicht nur an der Wahlurne statt.

Unsere Onlinestunde möchte den Blick weiten: auf die vielen Menschen, die sich täglich einmischen, Verantwortung übernehmen und konkrete Lösungen schaffen – jenseits von Parteien und Wahlkämpfen. Sie zeigen, wie vielfältig zivilgesellschaftliches Engagement ist, und machen Mut, die Zukunft jeden Tag ganz praktisch vor der eigenen Haustür selbst zu gestalten.

ZU GAST: 

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Das Mammut im (Wahl-)Raum

In allen drei Bundesländern, in denen in diesem Herbst noch Landtags- bzw. Abgeordnetenhauswahlen anstehen, sind die Zahlen eindeutig: Frauen* stellen die Mehrheit der jeweiligen Bevölkerung. In den dortigen Parlamenten allerdings sind sie nur zu rund einem Drittel vertreten – Verhältnisse wie auf Bundesebene.
Trotzdem lehnten in einer aktuellen Umfrage fast zwei Drittel der 5.000 befragten Bundesbürger*innen und davon auch die Hälfte der Frauen* ein paritätisches Wahlrecht ab, also die Besetzung der Wahllisten mit gleich vielen Frauen* wie Männern*.
Warum gefährdet diese Ablehnung aber unsere Zukunft: gesellschaftlich & politisch & wirtschaftlich?

Image by Muhamad Ali from Pixabay

Im Vorfeld der anstehenden Wahlen wird zu Recht (wieder) besonders viel diskutiert über die Krisen in den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen: z. B. in der Wirtschaft, in der Bildung oder im Gesundheitswesen.

Dabei wird von führenden Politiker*innen immer wieder gebetsmühlenartig betont, dass Zukunftsfähigkeit nur hergestellt werden könne, wenn die „Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft“ auf dem Weltmarkt hergestellt und aufrechterhalten würde.

Richten sie ihren Blick auf die Menschen, scheint ihnen vor allem wichtig, mehr Arbeitsleistung zu fordern. Oder sie lassen sich auf Diskussionen ein wie: „Kampf ums Auto“ (öffentliche vs. individuelle Mobilität); „Jung gegen Alt“; „Woke oder was?“; „Arm und reich“ oder „Klimastreit“ (ZDF-Reportagen von 37 Grad Leben).

Kein Wort allerdings zu dem Elefanten, nein: dem Mammut mitten im Raum: Wie soll unsere Gesellschaft die Anforderungen von Gegenwart und Zukunft bewältigen, wenn die statistische Hälfte von ihr – Frauen* – sich Tag für Tag mit den unterschiedlichsten strukturellen Diskriminierungserfahrungen arrangieren muss? Gepaart mit der zutiefst erschütternden Erkenntnis, dass sie selbst im familiären bzw. intimsten Schutzraum nicht zuverlässig vor männlicher* Gewalt geschützt ist?

Mehr Frauen* in Parlamenten sind für sich genommen zwar noch keine Garantie dafür, sich endlich dem Mammut zu stellen. Aber die Parität ist ein Hebel, um die Bedingungen politischer Arbeit selbst zu verändern – und damit auch darüber zu entscheiden, was unsere Gesellschaft wichtig nimmt.

Wir brauchen nicht mehr Frauen* in der Politik, damit Frauen* besser mit dem bestehenden System zurechtkommen.

Wir brauchen mehr Frauen* in der Politik, damit sie machtvoll mitentscheiden können, wie unsere Gesellschaft in der Zukunft überhaupt leben will.


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