Diesmal gibt das PWW-Team den Raum frei für die LUA (Liga für unbezahlte Arbeit) – die Carewerkschaft. Sie ist die erste zentrale Interessenvertretung für alle, die familiäre Care-Arbeit leisten, und fordert die Verankerung dieser Arbeit im Grundgesetz.
„Während politische Entscheidungen getroffen werden, die Care-Arbeitende weiter unter Druck setzen, wird Verantwortung ins Private verschoben – und strukturelle Probleme individualisiert.
Die Liga für unbezahlte Arbeit (LUA) macht genau das sichtbar.
Wir sind die Carewerkschaft – eine Interessenvertretung für alle, die Fürsorge leisten. Unser Ziel: Care-Arbeit politisch verankern und strukturelle Benachteiligung beenden.
Niemand darf wegen Care-Arbeit benachteiligt werden.“ (Titel & Text: LUA)
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PerspektivenWechselWirkung: Mit wechselnden Themen-Schwerpunkten etablieren wir ein festes knackiges Angebot, das dazu beitragen möchte, netzwerkübergreifenden Austausch mit feministischen Impulsen zu fördern und zu stärken.
Das langjährig erfolgreiche Förderprogramm des Bundes „Demokratie leben!“ soll neu aufgestellt werden. Renommierten Organisationen und rund 200 Demokratie-Projekten mit deutschlandweiter Bedeutung sollen ab 2027 die Fördermittel entzogen werden – obwohl ihre erfolgreiche Arbeit mehrfach von unabhängiger Seite bestätigt wurde. Was steckt dahinter?
Screenshot (11.5.26): Website des Förderprogramms „Demokratie leben!“
Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des heutigen Superministeriums BMBFSFJ für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (!) „fördert [seit 2015, M.P.] zivilgesellschaftliches Engagement auf allen Ebenen des Staates für ein vielfältiges und demokratisches Miteinander sowie die Arbeit gegen Radikalisierungen und Polarisierungen in der Gesellschaft“ (Programm-Website). Zur Zeit befindet es sich in seiner 3. Förderperiode (2025-2032).
Warum ist dieses Programm so wichtig?
„Die Aufdeckung der schrecklichen Morde des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) hat unser Land verändert. Es war klar: Wir müssen uns noch stärker um den sozialen Frieden und um unsere Demokratie kümmern. Und wir müssen dabei auf unsere wertvollste Ressource setzen: unsere Zivilgesellschaft. Menschen, die Tag für Tag die Werte unseres Grundgesetzes mit Leben füllen, die sich für Zusammenhalt und gegen Hass und Menschenfeindlichkeit engagieren. Das Ergebnis war die Gründung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ im Jahr 2015.“ (Quelle: Vorwort der damaligen SPD-Bundesministerin Franziska Giffey zum Abschlussbericht der 1. Förderperiode, s.u.)
Die Ergebnisse seither
Schon in der 1. und 2. Förderperiode ist die Arbeit des Programms wissenschaftlich begleitet und evaluiert worden.
Und die Abschlussberichte beider bisher abgeschlossener Förderperioden zeigen deutlich: „Unsere wertvollste Ressource: unsere Zivilgesellschaft“ hat bis zum heutigen Tag sehr erfolgreich gearbeitet:
Adrienne Goehler und die Co-Initiatorinnen des Globalen Frauen*GeneralStreiks am morgigen Montag, 9.3.26, haben mit ihrem Ruf „ENOUGH!GENUG!“ Frauen* aus allen Teilen Deutschlands und weit darüber hinaus aus tiefstem Herzen gesprochen. Die Missstände und Krisen in allen gesellschaftlichen Bereichen sind so offensichtlich Ergebnisse und Auswirkungen eines Übermaßes an männlichen Hormonen, Ambitionen und Fehlentscheidungen, dass es mehr braucht als einen einzigen „Frauentag“ – es braucht den kollektiven Aufstand mit langem Atem. Als Initialzündung für eine echte Zeitenwende.
Sie kennen das Phänomen, das mit „Maslows Hammer“ beschrieben wird? Frei übersetzt spiegelt es folgende Beobachtung wider:
„Ein Mann, dessen einziges Werkzeug ein Hammer ist, sieht in jedem Problem nur einen Nagel.“
An dieses Phänomen muss ich jedesmal denken, wenn der amtierende Bundeskanzler und andere (zumeist) konservative Regierungspolitiker*innen ihre Pläne für die Lösung aktueller gesellschaftlicher Konflikte präsentieren:
Da sollen dann die hochkomplexen Zusammenhänge und Herausforderungen der heutigen Zeit UND der Zukunft mit dem Hammer „Denkmuster und Konzepte aus der Frühzeit der industriellen Revolution“ (also von vor rund 300 Jahren) bewältigt werden, nur aufgehübscht durch einen Anstrich mit dem Namen Neoliberalismus (der allerdings in der Zwischenzeit auch schon beinahe 100 Jahre alt ist). Und mit neu-altem Militarismus. Und überhaupt mit neu-alten patriarchalen Sprüchen und Verhaltensweisen.
Denn damals wie heute geht Maslows „Hammer-Phänomen“ brüderlich einher mit einer anderen Konstante: Wesentliche gesellschaftliche Entscheidungen und Absprachen werden in vorwiegend männlich* besetzten und dominierten Runden getroffen und in schweigender Kumpanei mitgetragen. Mit Verflechtungen und Auswirkungen, wie sie jeden Tag und nicht zuletzt gerade ausführlich in den veröffentlichten Epstein-Files sichtbar werden. Aber eben auch in dem Prozess Gisèle Pelicots gegen ihren früheren Ehemann und 50 weitere Sexualstraftäter.
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Es gibt immens viele Gründe dafür, dass „die Scham die Seiten wechseln muss“ (Pelicot); immens viele Gründe für ein lautstarkes ENOUGH!GENUG! | FRAUEN*STREIK und für den ersten weltweiten Schulterschluss von Frauen*.
Immens viele Gründe für ihr anschließendes gemeinsames entschlossenes Beharren auf einem anderen, global-gerechten gesellschaftlichen Miteinander – über alle inhaltlich unterschiedlichen Sichtweisen und Schwerpunkte weiblichen* Engagements hinweg!
In unserer monatlichen Online-Stunde werden wir diesmal – passend zum Motto des Globalen Frauen*GeneralStreiks ENOUGH!GENUG! am 9. März – nicht arbeiten, sondern spielen.
„Wer weiß denn sowas? – Gender Edition“ | Mini-Quiz zum Anregen & Nachdenken & Austauschen anlässlich des Internationalen Frauentags + des Globalen Frauen*Generalstreiks ENOUGH!GENUG! am 8.+9.3.26
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„Demokratie in der Krise“? Nicht in MV! Ansteckender als jedes Virus verbreitet sich hier ein zivilgesellschaftliches Engagement, das seinesgleichen sucht. Mit einer Fülle von zukunftsgerichteten Initiativen und Projekten machen die Menschen deutlich: Demokratie ist ein Prozess, an dem alle mitwirken können – und müssen, damit diese kostbare Gesellschaftsform lebendig und für alle fühlbar bleibt.
Ein wundervolles Beispiel (neben so vielen anderen) hat heute den Schritt in die Öffentlichkeit getan. Herzlichen Glückwunsch!!
(Auszug aus der Website) „Viele Menschen in MV fühlen sich vereinzelt und mit ihren Problemen allein gelassen. Das möchten wir gemeinsam anpacken.
Zusammen bewegen steht für gegenseitige Unterstützung, Begegnung, Gerechtigkeit und Vielfalt. Wir sind ein Zusammenschluss aus hunderten engagierten Köpfen, Vereinen und Sozialverbänden aus Mecklenburg-Vorpommern.
„Was, wenn wir die vielen Ursachen für die massive Krise, in die unsere Erde gerade schlittert, nicht mehr isoliert voneinander betrachten? Was, wenn Umweltzerstörung, Rassismus, Kriege, globale Ungerechtigkeit und Misogynie unter dem Schirm von Patriarchatskritik verstanden und vielleicht sogar bewältigt werden könnten?“ (Gertraud Klemm | Abschied vom Phallozän, 2025, Prolog)
Von Aristophanes‘ Lysistrata und ihren Mitstreiterinnen vor fast 2.500 Jahren bis zu den Isländerinnen vor 50 Jahren sowie unzähligen Engagierten mehr auf dem ganzen Globus: Wann immer es bisher nötig war, tiefgreifenden gesellschaftlichen Fehlentwicklungen entgegenzutreten, haben Frauen den Mut, die Phantasie und die Kraft dazu aufgebracht.
Heute ist die Situation weltweit an einem Punkt, der definitiv kein Dulden & Schweigen mehr zulässt:
„El bien que en una parte se siembra es semilla que en todas partes fructifica“. José Martí
Dr. C. Eduardo Ortega Delgado: Profesor Emérito de la Facultad de Biología de la Universidad de La Habana – UH | Especialista en Fisiología Vegetal | Investigador en el amaranto en Cuba – *30.10.1947 .† 18.12.2025
Ludovico (Eugenio Blanco Rodríguez): Dibujante, pintor, promotor cultural | Dinamizador de acciones | Fundador y miembro del Banco de Ideas Z | Facilitador del Propósito Comunitario “Haciendo Almas” – *30.1.1947 .† 22.12.2025
Eran mis amigos más antiguos en mi segunda patria, Cuba -del corazón inmensamente noble y generoso-, y, al mismo tiempo, siempre mis consejeros más críticos:
EDUARDO, incansablemente dedicado como educadory más competente asesor en materia de amaranto, dentro de mi proyecto comunitario El Pan Alegre.
LUDO, filósofo combativo de elocuencia poderosa incluso en los debates más largos, e infatigableimpulsor de conceptos nuevos.
En innumerables situaciones he disfrutado de su hospitalidad. Y en todos momentos he podido contar con ellos y con su apoyo. Su confianza y su amistad han sido un gran honor para mí.
O du fröhliche!? – Mit euch zusammen machen wir die versteckten Arbeitsaufträge und -pakete (vor allem für Frauen*) hinter den tradierten Ideal-Bildern rund um die Advents- und Weihnachtszeit sichtbar …
Ein Save-the-date für den neuen Termin wird verbunden mit der Einladung für die weltwechsel-Auftaktveranstaltung 2026 und in den nächsten Tagen versendet.
Die Veranstalterinnen bitten um kurzes Feedback zu Interesse an der Teilnahme und dem Wunschformat für das Treffen: a) in Präsenz (in Rostock) b) hybrid c) nur digital