Das hartnäckige Eintreten für Gender-Gerechtigkeit ist kein Aufruf zum Kampf der Geschlechter gegeneinander, sondern zur Überwindung herrschaftlicher Strukturen zugunsten partnerschaftlicher.
Es geht darum, neue Wege und Konzepte des Miteinanders zu gestalten – fair & gleichberechtigt. Zum Nutzen aller. In Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.
Quelle für alle Kacheln: Instagram – #platzda_gerechtigkeit5050
„Je mehr sich die Sorge Bahn bricht, dass wirklich Grenzen des Wachstums erreicht werden könnten, desto schwerer scheint das Teilen zu werden. Stattdessen wächst die Produktion noch mehr, und es bleibt keine Zeit für Regeneration, weder für Mensch noch Umwelt. Die sozialen Unwuchten, die unsere Lebensweise produziert, wirken wie das Spiegelbild der ökologischen Schäden, die sie hinterlässt.“ (Maja Göpel: „Wir können auch anders“)
Geschlechtergerechtigkeit ist kein Luxus für irgendwann später, wenn alle anderen Probleme der Welt gelöst sind – sie ist das unabdingbare Fundament, auf dem erst die Lösungen für die Probleme der Welt erarbeitet werden können.
Keine Lust, erst auf den nächsten 8. März zu warten, um die Zusammenhänge von Geschlechter(un)gerechtigkeit mit all den drängenden gesellschaftlichen Themen in den öffentlichen Fokus zu rücken? Dann unbedingt (spätestens) den 24. Oktober vormerken!
Quelle für alle Kacheln: Instagram – #platzda_gerechtigkeit5050
100 Jahre nach den Suffragetten, 50 Jahre nach dem historischen Streik der isländischen Frauen – so viel kraftvoller weiblicher Einsatz für gesellschaftlichen Fortschritt damals und seither. Kann das alles umsonst gewesen sein? Müssen wir heute etwa duldsam zusehen, wie unsere fortschrittliche Gesellschaft Schritt für Schritt von rückwärtsgewandten frauenfeindlichen Kräften gekapert wird? Unter dem verstohlenen, aber zunehmend auch immer offeneren Jubel von Mitläufern und Trittbrettfahrern?
Am 24. Oktober 1975 stand Island still, während es auf den Straßen laut wurde: 90% aller Frauen Islands legten für einen Tag ihre Arbeit nieder – die bezahlte wie die unbezahlte.
Ganze Berufszweige waren blockiert, es war der größte Frauenstreik aller Zeiten und brachte das Land auf den Weg zu starken gesellschaftlichen Veränderungen (Film „EIN TAG OHNE FRAUEN“, 2025 | Verleih: Rise and Shine Cinema). –
Lasst uns nun zum 50. Jahrestag des Streiks am 24. Oktober 2025 die Energien dieser kraftvollen Aktion für Geschlechtergerechtigkeit in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft wiederbeleben und in unsere Zeit holen: #PlatzDa?!
Dieselbe Alltagssituation hat immer unterschiedliche Bedeutungen und Konsequenzen für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer – und für alle, die sich nicht zu diesen Geschlechtern zählen.
Das produziert oft Ungerechtigkeiten und Konflikte – bleiben diese in der professionellen Arbeit mit Menschen unerkannt, sind auch die besten Lösungsideen erfolglos.
Wir schärfen euer Verständnis mit Hintergrund-Infos und dem Fokus auf kollegialem Austausch und erarbeiten gemeinsam Alternativen im Umgang mit euren Klient*innen.
Was hat der menschengemachte beschleunigte Klimawandel mit Geschlechterrollen zu tun? Längst liegen wichtige Forschungsergebnisse fertig zur Anwendung vor – auch den relevanten Politikressorts. Unsere Sommer-Online-Stunde bringt Denkanstöße.
„Unsere Zukunft beginnt jetzt. Wir wollen nicht warten, bis Veränderungen ‚von oben‛ kommen – wir bringen sie selbst auf den Weg.“ – In MV ist die Initiative Zukunftshandeln in die nächste Phase gestartet, ihre zivilgesellschaftliche Kraft für die Zukunftsfähigkeit im Nordosten der Republik einzusetzen.
Gründung des IZH-Trägerkreises am 28.4.25 (Foto: Jana Wehbe / fint e.V.)
Wer sich schon mal in den Aufbau und Erhalt eines zivilgesellschaftlichen Netzwerks eingebracht hat, weiß, was für einen wichtigen Meilenstein das Treffen am 28.4.25 in Rostock gesetzt hat:
10 Aktive (8 in Präsenz, 2 online dazugeschaltet) aus der Initiative Zukunftshandeln (IZH) MV haben mit der Konstituierung eines Trägerkreises den Startschuss für eine transparente verbindlichere und strukturiertere Arbeit des Netzwerks gegeben.
Wer sich in die IZH einbringen möchte, findet in diesem Netzwerk Gleichgesinnte, Raum für Ideen und konkrete Projekte mit Wirkung. Bereits jetzt bringt die Initiative starke Vorhaben zusammen: darunter …
Anfang dieses Jahres hatte ich meine erste Podcast-Erfahrung – und dann gleich zweimal nacheinander …
Ein bisschen mulmig war mir vorher schon gewesen: Würde ich alles auf den Punkt gesagt bekommen, was ich ausdrücken will? Würde ich in Bandwurmsätzen sprechen, weil ich so viele Infos & Assoziationen in sie hineinpacken will?
Aber alle Sorgen waren ganz schnell vergessen dank dir, liebe Anne Horn, Moderatorin von „voneinander lernen“ und „Anne Auf Anfang“ (YouTube und Spotify): Du hast die beiden Termine zu einem so inspirierenden Austausch gestaltet, dass ich das laufende Mikrofon völlig vergessen habe.
Auch auf diesem Weg nochmals ein Riesen-Dankeschön für die Einladungen!
Beide Folgen stehen jetzt online – hier die Links:
Warum haben wir dieses Format ins Leben gerufen? Und was ist für uns ein feministischer Impuls mit inspirierenden Informationen und Anregungen für Frauen* UND Männer*? – Mit wechselnden Themen-Schwerpunkten etablieren wir ein festes knackiges Angebot, das dazu beitragen möchte, netzwerkübergreifenden Austausch zu fördern und zu stärken.
„Der politische Konservatismus [auch: Konservativismus] ist antimodernen Ursprungs; er entstand als Gegenbewegung zu den Ideen der Aufklärung und der Prinzipien von Vernunft und Kritik.“ (Zitat: Bundeszentrale für politische Bildung)
Jan Massys (1509-1575), Die Heuchler, 16. Jh. (Wikipedia)
Ja – genau das spiegeln die markigen Statements und vollmundigen Wahlversprechen der konservativen Kandidat*innen zur vorgezogenen Bundestagswahl morgen wider: den Widerstand „gegen die Ideen der Aufklärung und gegen die Prinzipien von Vernunft“ – sowie gegen zukunftsgerichtet-kritische Alternativkonzepte zur „vorgegebenen Verteilung von Macht und Reichtum“ (ibid.).
Bekannte Beispiele aus der Vielzahl einfallslos-abgedroschener bis zynischer konservativer Worthülsen:
„Asylstopp“ – als würden mit einem einzigen Federstrich die weltweiten Ursachen politischer Verfolgung verschwinden, deren Betroffenen Deutschland (auch aus leidvoller eigener Erfahrung) per Verfassung Schutz garantiert (Art. 16a Abs. 1 GG).
„Marktwirtschaftliche Instrumente erreichen beim Klimaschutz viel mehr als reine Regulierung und reine Bevormundung der Bevölkerung“ – als könnten ausgerechnet gewinnorientierte kapitalistische Marktmechanismen die inspirierenden Visionen eines veränderten Lebens-, Produktions- und Konsumbewusstseins vermitteln, die für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands entscheidend sind.
„Gender-Wahn in deutschen Medien“ oder „Mit jeder ge-gender-ten Nachrichtensendung gehen ein paar hundert Stimmen mehr“ zu der einzigen völkisch-nationalistischen und rassistischen Partei im deutschen Bundestag – als wäre der öffentliche Einsatz für ein gerechtes Wertschätzen und Berücksichtigen ALLER Geschlechter, eben nicht nur des männlichen, der sofortige Auslöser für den Untergang der Republik.
Auch die neue mexikanische Präsidentin Dr. Claudia Sheinbaum kennt solche und ähnliche Sprüche und hat dieses Verhalten deshalb zu Recht gestern in dem Stoßseufzer zusammengefasst:
„Hay mucha hipocresía en el conservadurismo.“ – auf deutsch: „Es gibt viel Heuchelei im Konservatismus.“
Dafür aber darf es auf den deutschen Wahlzetteln morgen keine Kreuze geben.
Am 13.1.25 hat die neue mexikanische Präsidentin ein Programm vorgestellt, dem ihr Wirtschaftsminister mit seinen 42 Jahren Erfahrung im öffentlichen Dienst bescheinigt, eine einzigartig detaillierte Orientierung für das Land zu sein – mit positiven Auswirkungen über weit mehr als nur eine Amtszeit hinaus.
Präsidentin Sheinbaum präsentiert den „Plan Mexiko“
Ein Plan Deutschland als inspirierende Vision für die Zukunft unseres Landes mit dem Ziel, „das beste Land der Welt“ zu werden (Zitat Regierungschefin Sheinbaum)?
Mit Eckpunkten wie einem gewaltigen Etat für Programme zur Stärkung der nationalen Wirtschaft – mit Schwerpunkt auf der lokalen und regionalen Ebene –, zur deutlichen Verringerung der Armut und zur Beseitigung ungleicher Lebensbedingungen?
Klingt utopisch?
Dr. Claudia Sheinbaum Pardo ist für diesen Plan in Form eines Regierungsprogramms mit 2.000 Einzelprojekten, den Plan México, zur Präsidentin der zweitgrößten Wirtschaftsmacht Lateinamerikas gewählt worden.
Da kann sie wirklich mit Recht ihre Mañaneras del Pueblo* mit den Worten beginnen: „Buenos días, alegrías**.“ –
Wäre das nicht auch in Deutschland ein für alle inspirierender Start in den Tag – und in die neue Legislaturperiode?
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* montags bis freitags stattfindende 90minütige morgendliche Presserunden